Die einfachsten Dinge sind meistens diejenigen, die man am schwersten umsetzen kann. Laut dem “Dienstleistungsreport 2008″ kommen 85 Prozent der Dienstleister über Empfehlungen aus der Stammkundschaft an neue Aufträge.
Und kaum jemand kauft doch ein größeres Produkt ohne sich vorher bei seinen wichtigsten “Experten” zu informieren. Das können Freunde, Familie, Bekannte, Zeitschriften oder Online-Portale sein, je nachdem wo das Vertrauen des Users liegt.
Diese “Key Influencer” beeinflussen das Kaufverhalten ganz enorm, die mündlichen Empfehlungen – das “Word of mouth” (WoM) sind heute noch so wichtig wie vor 50 Jahren, verlagern sich aber stetig immer weiter in den anonymen Online Bereich.
Tools wie die Suche bei Twitter oder die Blogsuche werden immer wichtiger, immer mehr Menschen nutzen diese Kanäle um sich Empfehlungen zu holen. Jetzt liegt es an den Unternehmen das Produkt-Marketing auf diesen neuen Markt anzupassen.
WoM bei Apple
Apple hat den Trend erkannt und nutzt die Empfehlungen sehr startk für das eigene Produkt-Marketing. Jedes Programm im App Store bei Apple hat einen Reiter mit Meinungen der anderen Käufer. Und nur wer gekauft hat, kann das Produkt auch bewerten. Das beeinflusst und zeigt realistische Meinungen über die Produkte.
WoM und die Key Influencer
Es gibt im Moment haufenweise Agenturen die auf diesen Zug aufspringen. Dabei werden zuerst die “privaten Experten” also Key Influencer auf dem Markt identifiziert. Das können Blogger, Twitterer oder Forenbetreiber sein. Diese gelten als unabhängig, weil sie nicht für eine Redaktion schreiben.
Diese werden dann mit Geschenken oder Beta-Zugängen auf das neue Produkt aufmerksam gemacht, immer natürlich mit dem Gedanken, dass dann über das neue Produkt wohlwollend geschrieben wird.
Gefahren des WoM Marketings
Und hier ist dann auch direkt die größte Gefahr im WoM-Marketing. “Dont be evil” hatte Google als Leitspruch, und das scheinen viele Unternehmen nicht zu verstehen.
Da wird unter falschem Namen oder anonym auf Produkte hingewiesen. Und sollte diesen Trick dann jemand durchschauen, ist das Debakel da. Sowas geht direkt nach hinten los und erreicht dann am Ende oftmals genau das Gegenteil.
Gutes WoM-Marketing
Dagegen mag ich den guten Ansatz des WoM-Marketings wenn es erhlich und offen erfolgt. Immer häufiger bekommen Blogger Geschenke von Firmen um diese dann kostenlos zu testen. Sollte das Produkt überzeugen, wird natürlich gerne drüber geschrieben und damit ist dann direkt auch das WoM-Marketing erfolgreich.
Leider gibt es immer noch genug schwarze Schafe die das nicht verstehen, aber wenn man das Medium Internet nicht versteht, wird man dort auf lange Sicht auch nicht erfolgreich sein..
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